Präzision – Funktion – Spass
Vergesst die Bilder mit den Männern in Rüschenhemden und den Mädels, die den Spagat auf dem Süllrand machen. Verwechselt es auch nicht mit den wilden Ritten der Kajaker in der Welle. Hier werden nicht Adrenalin sondern eher Glückshormone ausgeschüttet. Und das Schlimmste, was einem beim Freestyle passieren kann, ist ein ungeplantes Schwimmen in einem freundlichen See.

Für Freestyle brauchst du nicht viel: ein idealerweise windgeschützter Fleck See, ein Boot, ein Paddel, eine Schwimmweste. Freestyle ist mentale Konzentration und ein Wechselspiel von körperlicher Spannung und Entspannung.

Im Freestyle gibt es 5 Grundmanöver mit den hübschen Namen Axle, Post, Christie, Wedge und Sideslip. Diese werden in den 4 Quadranten onside / onside reverse / offside / offside reverse ausgeführt. (Keine Angst, du musst Begriffe wie „cross turning stern high brace“ nicht auswendig lernen und darfst sie getrost gleich wieder vergessen.) Mit den verschiedenen Sitz-, resp. Kniepositionen hast du schliesslich – wie beim berühmten Reiskorn auf dem Schachbrett – eine riesige Vielfalt an Kombinationsmöglichkeiten.

Freestyle macht Spass, und du lernst deine Bewegungen, dein Kanu und die Dynamik des Wassers verstehen. „Wenn du weisst, was du tust, kannst du tun, was du willst (Moshé Feldenkrais). Oder: Freestyle ist die Verbindung von Kunst und Wissenschaft.

Voraussetzung
Du bist in der Lage, im Kniesitz zu paddeln und einen Solokanadier mit den dafür nötigen Schlägen in einer geraden Linie zu fahren.