Für den Juni 2019 planen wir ein absolut exklusives Wildnisabenteuer im hohen Norden der Mongolei: Wir umrunden den riesigen Khövsgöl-See mit Seekajaks – 285 Kilometer pure Abgeschiedenheit und Abenteuer an der mongolisch-sibirischen Grenze.

Der zwei Millionen Jahre alte, entlegene Khövsgöl-See wird auf Mongolisch auch respektvoll „Khövsgöl Dalai“ – „Khövsgöl-Meer“ – oder auch „Dalai Eezh“ – „Mutter Meer“ – genannt. Dies lässt erahnen, wie gross und majestätisch die „blaue Perle der Mongolei“ wirklich ist: Ein 136 km langes und 262 m tiefes, glasklares Süsswassermeer an der entlegenen russisch-mongolischen Grenze, nach dem Baikalsee das zweitgrösste Trinkwasserreservoir Asiens. Das Klima hier ist rau. Erst ab Mitte Mai schmilzt das bis zu anderthalb Meter dicke Eis, dass den über 1600 m hoch gelegenen See in der Regel sechs bis sieben Monate im Jahr bedeckt. An der West- und Nordseite des Sees ragen die hohen, meist schneebedeckten Gipfel des Ostsajangebirges bis zu dreieinhalbtausend Meter hoch in den mongolischen Himmel. Diese schroffe und unzugängliche, heute streng geschützte Bergwildnis ist die Heimat einer der letzten Schneeleopardpopulationen Asiens. Aber auch Bären, Wölfe, Adler, Vielfrasse, wilde Rentiere, sibirische Steinböcke und das seltene Argali-Schaf sind in den praktisch unberührten Bergen und schier endlos grossen Wäldern rund um den See zuhause.

Im See selbst befinden sich einige unbewohnte Inseln und steile Felsen, die teils mehrere Kilometer vom Ufer entfernt sind. Die grosse Insel Modon Khüis z.B. trennen 11 km offenes Wasser vom Festland – eine veritable offene Kreuzung, wie wir sie sonst nur von Touren auf dem Meer kennen. Nicht an jedem Tag sind solche Überfahrten machbar: Denn bläst z.B. der sibirische Nordwind, baut dieser auf seinem langen Weg über den See hohe Wellen auf. Das kristallklare, ohne weiteres trinkbare Wasser des Sees wird im Juni zudem noch sehr kalt sein, möglicherweise treffen wir auch immer noch auf letzte umhertreibende Eisschollen. Unsere Vorräte können wir lediglich auf halber Strecke, an der Nordspitze des Sees, im kleinen Grenzörtchen Khankh, das neben unserem Ausgangsort Khatgal die einzige feste Siedlung am See ist, auffüllen. Dazwischen sind wir auf uns allein gestellt. Sobald wir Khatgal und den angrenzenden, touristisch erschlossenen Südteil des Sees verlassen haben, wird es für viele Tage keine Einkaufsmöglichkeiten, keine Krankenhäuser oder sonstige Infrastruktur geben – und natürlich auch keine Küstenwache oder sonstigen Schiffsverkehr. All dies bedeutet: Obwohl „nur“ auf Süsswasser, ist dies ein richtiger, exponierter Seekajaktrip in extrem abgelegener Umgebung, für den Paddelkenntnisse, Erfahrung bei Wind und Wellen sowie etwas „Biss“ und Ausdauer (wir paddeln zwei Wochen lang mindestens 20 oder 25 km pro Tag) und eine gewisse „Backcountry-Erfahrung“ oder zumindest die Liebe zum Leben und Reisen in der Natur vorausgesetzt werden. Sowohl eingefleischte Salzwasserratten als auch sportliche Wildnisfreaks, die ein ganz besonderes Abenteuer suchen und bereit sind, sich vorher ausreichend mit dem Seekajak vertraut zu machen, kommen hier voll auf ihre Kosten.

Achtung: Dies ist eine Pilot-Tour für die wir ganz besondere Mitpaddler mit Teamgeist und Enthusiasmus suchen – Leute mit Lust auf Abenteuer und Entdeckerdrang, die es reizt, Teil einer Gruppe zu sein, die paddlerisches Neuland in einer sehr abgelegenen Gegend eines Entwicklungslandes mit rauem Klima und minimaler Infrastruktur auskundschaften wird. Obwohl seit Jahren in der Mongolei mit dem Kanadier unterwegs, sind auch wir noch nie mit dem Seekajak auf dem Khövsgöl-See gewesen (wir können allerdings aufgrund unserer langjährigen Erfahrung, Kompetenz und unseren hervorragenden Kontakten in der Region eine professionelle Planung und Organisation dieser Tour gewährleisten).

Wir schreiben diese Reise schon frühzeitig aus, da wir davon ausgehen, dass die meisten Interessenten eine gewisse Vorlaufzeit zur Planung und persönlichen Vorbereitung zu schätzen wissen. Ausserdem müssen wir uns rechtzeitig um den aufwändigen Transport der Kajaks in die Mongolei kümmern. Wir bitten daher um möglichst baldige Reservierungen und/oder Interessensbekundungen: Per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Telefon: 031 741 91 92.